Was ist das Ambrosianum?
Das theologisch-propädeutische Seminar Ambrosianum bietet jungen Männern und Frauen eine umfassende Begleitung und Unterstützung bei der Vorbereitung des Studiums der katholischen Theologie und bei der Entscheidung für einen kirchlichen Beruf. Außerdem führt das Ambrosianum den Propädeutischen Kurs für Interessenten am Priesterberuf durch, die sich auf den Eintritt ins Theologenkonvikt Wilhelmsstift oder, wenn sie bereits den erforderlichen Studienabschluss besitzen, in das Priesterseminar in Rottenburg vorbereiten.
Das Ambrosianum führt drei Kurse durch:
- A-Kurs für Teilnehmer, die die Sprachabschlüsse in Latein, Griechisch und Hebräisch benötigen
- B-Kurs für Teilnehmer, die die Sprachabschlüsse in Griechisch und Hebräisch benötigen
- Propädeutischer Kurs für Priesteramtskandidaten der Diözese Rottenburg-Stuttgart
A- und B-Kurs
Der zeitlich umfangreichste Bestandteil beider Kurse ist das Studium der griechischen, hebräischen und (im A-Kurs) lateinischen Sprache. Künftige Studierende der Theologie erwerben die Qualifikationen, die für ein Theologiestudium notwendig sind. Das Ambrosianum orientiert sich dabei an den Erfordernissen der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen. Die Abschlüsse werden jedoch in der Regel auch von anderen katholischen Fakultäten anerkannt. Weitere Infos zu den Sprachkursen finden Sie unter "Latinum, Graecum, Hebraicum".
Darüber hinaus beinhalten beide Kurse Elemente, die in besonderer Weise auf das Studium der Theologie und kirchliche Berufe vorbereiten: theologische Basiskurse (Exegese/Bibelkunde, Philosophie, Glaubensgrundkurs, Liturgie), eine Einführung in die Geschichte der Diözese Rottenburg-Stuttgart und eine Romfahrt.
Eine wichtige Aufgabe des Ambrosianums ist schließlich die Begleitung der Kursteilnehmer auf dem Weg zu einem gelingenden Geistlichen Leben und zu menschlicher Reifung. Die räumliche Nähe zum Bischöflichen Theologenkonvikt Wilhelmsstift, zum theologischen Mentorat und zur Fakultät ermöglicht und erleichtert Kontakte und Orientierungen bei der Berufungsklärung und Berufswahl. Es gibt die Möglichkeit einer individuellen geistlichen und fachlichen Begleitung.
Das Studienjahr besteht aus zwei Teilen:
Von September bis März stehen die Alten Sprachen im Mittelpunkt. Im März finden die Prüfungen zum Hebraicum bzw. in Bibelgriechisch statt.
Im zweiten Halbjahr von April bis Juli wird weiterhin Griechisch und (im A-Kurs) Latein unterrichtet. Die Prüfungen zum Latinum und zum Graecum werden im Juli abgelegt. Ein wichtiger Bestandteil dieses zweiten Abschnitts sind die bereits genannten Basiskurse, die Einführung ins Geistliche Leben und verschiedene andere Sonderelemente wie eine mehrtägige Diözesanexkursion oder eine Romfahrt.
Im B-Kurs werden die Basiskurse in teilweise erweitertem Umfang unterrichtet. Dazu kommt ein kirchenmusikalischer Basiskurs, ein Kurs in Stimmbildung/Sprecherziehung und ein Lektürekurs in Latein zur Auffrischung und liturgisch-theologischen Vertiefung.